Feierabendrunde: Einmal Sourbrodt und zurück 27.09.2018

Gut, wenn man einen Chef hat, der selbst Radsport-Fan ist. Da ist das „Okay“ fast schon sicher auf die Frage, ob man bei dem herrlichen “Spätsommertag” im Herbst etwas früher nach Hause darf um eine Feierabendrunde drehen zu können.

Der Sommer ist ja Ende letzter Woche in den Ruhestand gegangen, temperaturmässig erinnert das momentan doch schon an Herbst, besonders morgens. Aber heute drehte das schöne Wetter nochmal so richtig auf. Und das galt es auszunutzen.

So sollte man schon, um eine knapp 70 km lange Runde zu drehen, um ca. 16.00 Uhr auf dem Hobel sitzen. Eine Panne (oder auch zwei) wie mir letztens passiert, kann den Zeitplan beim Pedalieren auf dem Vennbahnweg oder daneben gehörig durcheinanderwirbeln. Und ehe man sich versieht, kommt man in der kalten Abendluft und im Dunkeln Richtung Heimat.
Da hatte ich heute vorgesorgt: Ein Windweste habe ich mir in die Trikottasche gepackt und um die letzten Zweifel zu zerstreuen gleich die Beleuchtung am Renner montiert. Mit den modernen Beleuchtungssystemen ist das schnell erledigt, geht ohne Werkzeug. Nur blöd, wenn man vergisst, die Akkus zu laden. Da nützt einem die beste Funzel nichts.

Heute ging es nach Konzen zum Vennbahneinstieg, die Trasse aber habe ich buchstäblich links liegen gelassen. Bin ins Venn gefahren und habe mich auf den teils schotterigen Wegen (Wieso versauen die Belgier einem das letzte gefühlte Vergnügen im Venn auf dem Rennrad?) bis zum „Highway to Hell“ nach Eupen durchgetreten. Der „Highway to Hell“ ist aber jetzt eher ein „Stairway to Heaven“, ist die Straße doch mittlerweile in einem vorbildlichen Zustand: Feinste Teerdecke und ordentliche Randbefestigung machen das Befahren mit dem Renner zu einem wahren Vergnügen.
Nach ca. 3 km ging es links ab, wieder ins Venn und auch hier wieder dieser Schotterscheiss.
Ich passierte die Kreuzung, wo Vennbahnracer 3 sich vor 2 Jahren im tiefen Schotter so auf die Schnauze gelegt hatte, das der eine Bremsschalthebel übergebrochen war und er selbst übelst zugerichtet aussah.
Also: Vorsicht beim Befahren dieser Wege, nie in den Randbereich der Wege kommen.

So erreichte ich gut gelaunt Sourbrodt nach Bewältigung einiger Höhenmeter im Venn, nahm die Abfahrt auf der Hauptstraße und bog dann auf den für uns so vertrauten Vennbahnweg am alten Panzerverladebahnhof wieder ein.
Der Rest fährt sich fast von alleine: Von Sourbrodt bis nach Konzen auf der Vennbahntrasse und dann ab nach Hause.
Ab ca. 19.00 Uhr wird es richtig frisch, habe mir in Konzen die Windjacke übergezogen und vorsorglich die Beleuchtung am Renner eingeschaltet. Man weiß ja nie.

Heute passte irgendwie alles: Die Laune, die Kondition, das Wetter, die Hose auch. Es war so genial, das ich auch Bilder gemacht habe. Der Tag mit der Tour konnte sich wirklich sehen lassen.

Übrigens war ich nicht alleine unterwegs: Vennbahnracer 1 und auch 3 haben das Wetter ebenfalls für eine Runde genutzt.

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