Auf eine Pommes nach Malmedy 30.09.2018

Herrlichster Sonnenschein und strahlend blauer Himmel. Wieder ein Sonntag, an dem wir Radtourgeschichte schreiben wollen.

Aber: Bei der Bestimmung der aktuellen Temperatur lag ich bei meinem Probegang auf der Terrasse relativ weit daneben. Ich entschied mich für den Knicker und das kurze Trikot. Das war ein Fehler.

Bei der Fahrt nach Konzen blies uns ein kalter Wind um die Plautzen und die Sonnencreme wäre so überflüssig gewesen wie Glühwein im Sommer. Dort, wo die Sonne durchkam, war es relativ angenehm, aber im Schatten und an den Bächen vorbei war der Wunsch nach Übergangsklamotten am größten.

Merke: Auch wenn die Sonne scheint, immer auf das Datum schauen und sich im Klaren sein, das der Sommer leider vorbei ist.

In Konzen erwartete uns ein gut gelaunter Vennbahnracer 1, nun ging es an die Auswahl der heutigen Strecke. Leider war heute die Zeit wegen Terminen etwas knapp beschnitten, aber ein „Hunni“ (100 Kilometer) sollte schon drin sein.

So entschieden wir uns heute auf der Trasse zu bleiben. Vennbahnracer 3 schlug vor, nach Malmedy zu fahren, dort in einer von ihm angetesteten Pommesbude unser Mittagessen einzunehmen und dann auf der Trasse wieder zurück zu fahren.

Klar, das wir uns in diesem Punkt sofort einig waren, auf die Sättel und ab Richtung Belgien.

Für die bescheidenen Temperaturen war es heute jedoch voll auf der Trasse. In Küchelscheid fuhren die Draisinen komplett ausgebucht nach Sourbrodt.

Und dann passierte es fast: Anstatt nach vorne zu schauen, was auf der Trasse einem so entgegenkommt, war ich von der Landschaft fasziniert und abgelenkt. Fast wäre ich mit einem entgegenkommenden Rennradfahrer kollidiert, im letzten Moment konnte ich noch ausweichen.

Also: Immer „die Augen geradeaus!“.

Wir erreichten Waimes und folgten der Trasse Richtung Stavelot. Bei 2 – 3 Prozent Gefälle macht das Rennradfahren auf der Trasse richtig Spaß, nur der im Hinterkopf lauernde Gedanke „Das musst du auch wieder hochtreten!“ neutralisiert die Freude schnell.

In Malmedy angekommen ging es direkt in die von Vennbahnracer 3 vorgeschlagene Frittenbude.

Da hier nur Französisch gesprochen wird, kam es direkt zu Kommunikationsproblemen: Der Frittenkoch präsentierte uns eine Rechnung über die gesamte Bestellung.

Schon seltsam, dieses „Sprachgefälle“. Dabei sind das auch nur 40 km von Konzen, knapp 53 km von Konzen entfernt ist St. Vith, dort wird Deutsch gesprochen.

Was die Rechnung angeht, konnten wir uns mit dem Mann einigen, die Pommes waren sehr gut, keine Frage.

Nach Einnahme unserer Mahlzeit machten wir noch Fotos, es bot sich sogar ungefragt eine Frau an, uns in dem Pavillion, neben dem wir gespeist haben, gemeinsam abzulichten.

Zufrieden traten wir die Heimfahrt an. Ohne irgendwelche Pannen oder Probleme erreichten wir gemeinsam Konzen.

Insgesamt eine schöne Tour bei schönstem Wetter, aber es lässt sich temperaturmässig nicht verleugnen: Der Herbst ist da.

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