“Anfahren 2019” oder wie eine Schneewanderung unseren Geschwindigkeitsdurchschnitt ruinierte 17.02.2019

Seit dem vergangenen Mittwoch kletterten die Temperaturen nach und nach in einen Bereich, den man schon als „frühlingshaft“ bezeichnen kann. Und das im Februar, wir haben noch nicht mal die „jecke Zeit“ hinter uns gebracht. Um die 15 Grad zeigte das Thermometer an den vergangenen Tagen an, die Nächte jedoch waren nach wie vor frisch und stellenweise frostig.

Aber der Winter ist noch nicht durch, da kann noch immer ne’ ordentliche Packung kommen.

Am Mittwoch hatte Vennbahnracer 4 die Idee, am Wochenende eine schöne Runde mit dem Rennrad zu drehen. „Nee, wir fahren mit dem Mountain Bike“, war meine Antwort. „Und eine Tour nach Sourbrodt und zurück ist sowieso nur drin“, war ich mir sicher.

Vennbahnracer 4 schaute mich ungläubig an und konnte es nicht fassen. So nach dem Motto: „Was bist du eine faule Sau!“

Aber da hatte ich die Rechnung nicht mit dem Wirt gemacht: Schon Donnerstag meldete sich Vennbahnracer 1 in unserer Gruppe mit der Frage ob wir am Wochenende bei schönen Temperaturen eine gemeinsame Runde (mit dem Rennrad) drehen.

Ja, ok ich gebe mich geschlagen. Die haben ja recht. Und wieso eigentlich nicht? 

Die Vennbahntrasse ist sowieso nicht mit Streusalz verseucht und die Verkehrsstraßen sind trocken. Da kann an den Rädern eigentlich nichts passieren.

Nach und nach machte sich in unserer Gruppe Begeisterung für den Plan breit. Unsere erste gemeinsame Tour im neuen Jahr sollte nach Bütgenbach gehen, von dort nach gemeinsamen Essen wieder zurück. Und alle Vennbahnracer wollten fahren – und noch mehr!

Am gemeinsamen Treffpunkt in Konzen fanden sich die Racer ein, wir hatten an diesem Sonntag zwei prominente Mitfahrer, der eine ist momentan 9 Jahre alt und wollte heute sein neues Rennrädchen einfahren.

Nur soviel: Er hat es hervorragend hinbekommen, mit 9 Jahren die erste Strecke von 50 km super gefahren, der nächste Vennbahnracer lauert im Startloch. Als kleinen Ansporn habe ich sein Rennmaschinchen schon mal in Sourbrodt abgelichtet.

Die Temperaturen waren heute etwas verhaltener als an den vergangenen Tagen, außerdem wehte uns ein freckiger Wind um die Ohren. Heute waren lange Klamotten Trumpf, wieviele Radfahrer wir gesehen haben, die in kurzen Klamotten fuhren – zu dieser Zeit kann man das wirklich nur leichtsinnig nennen. 

In Sourbrodt verliessen wir die Trasse und bogen zur „Panzerkreuzung“ Richtung Elsenborn ab. Durch Elsenborn an den Windkrafträdern vorbei, runter nach Wirtzfeld und dann rechts ab wieder Richtung Vennbahntrasse. 

Soweit alles klar, doch dann fielen die Kinnladen reihenweise runter: Auf der Trasse lag noch richtig Schnee der fies vereist war. Klar, das waren Stellen wo die Sonne nicht hinkam. 

Uns blieb also nichts anderes übrig, als durch den Schnee zu waten, immer in Sorge, uns nicht auf der vereisten Bahn auf die Schnauze zu legen. 

Doch auch das meisterten wir bravourös, wir erreichten das Ziel in Bütgenbach. 

Gestärkt ging es dann auf den Heimweg und auf diesem wurde schon allen klar, das die Temperaturen so langsam wieder im Sinkflug waren. 

Die Wetteraussichten sind gut, für die nächsten Tage ist weiterhin frühlingshaftes Wetter gemeldet. Wenn das so weitergeht, dann sehe ich uns am nächsten Wochenende wieder auf den Böcken. Und was ist mit der Vorstellung, das wir Anfang März auf Tour sind, während um uns herum der Karneval tobt? 

Ich hätte nichts dagegen …

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