2. Fahrt zum American Cemetery in Henri-Chapelle 20.09.2020

Gesamtstrecke: 92.6 km
Maximale Höhe: 559 m
Minimale Höhe: 238 m
Gesamtanstieg: 826 m
Gesamtabstieg: -818 m
Download file: 2020_09_20__11_02_2BesuchAmericanCemeteryHenriChapelle.gpx

Auch Mitte September dreht der Sommer richtig auf. Für uns Radfahrer gut, können wir doch ohne Probleme unsere gewünschten Touren runterspulen – schlecht für die Natur, so langsam sind die Schäden an den Wäldern nicht mehr zu übersehen – statt grün dominiert bei den Fichten leider die Farbe braun.

Der Wetterfrosch aus Aachen ist vor kurzem mit in einem Helikopter über die Eifel geflogen und musste entsetzt feststellen, wie schlimm die Situation von oben aussieht. Das bleibt nicht aus, schließlich ist dies der dritte trockene Sommer in Folge.

Für das diesjährige Wochenende hatte Vennbahnracer 2 den Vorschlag gemacht, wieder zum amerikanischen Soldatenfriedhof nach Henri-Chapelle zu fahren.

Dieser Vorschlag wurde von der Mehrheit angenommen und wir verabredeten uns in diesem Fall auf den Treffpunkt in Roetgen, da unsere Strecke über Roetgen führte.

Für Vennbahnracer 2 gab es jedoch ein kleines Problem: Wie sollten wir nach Henri-Chapelle fahren, ohne auf den Verkehrsstraßen fahren zu müssen, die wir sowieso meiden, wo wir können? Lieber sind uns da asphaltierte Feldwege bzw. Nebenstraßen. Die Lösung: Google Maps. Ein Versuch war wert. Mal sehen, wohin uns der Kartendienst führt. Die Route wurde auf den „Sigma Rox 10“ importiert und schon konnte es losgehen.

Zunächst auf dem Ravelweg bis Raeren. Das Google die kürzeste Verbindung ausgibt, fiel uns schon in Raeren auf: Vor dem Bahnhof lotste uns der Tacho schon vom Ravelweg.

Und so ging es tatsächlich über geteerte Feldwege und Seitenstraßen (nur einmal war ein kurzes Schotterstück dabei, welches wir aber elegant umfahren haben) bis nach Henri-Chapelle. Dem Aufstieg nach Henri-Chapelle hoch konnten wir leider nicht entkommen, da mussten wir hoch.

So erreichten wir den sehr schön gelegenen Soldatenfriedhof von Henri-Chapelle bei strahlendem Sonnenschein.

Immer wieder bin ich überwältigt, wenn ich diesen Ort besuche. Das Architektenbüro Holabird, Root und Burgee aus Chicago hat ganze Arbeit geleistet. Die Landschaftsgestaltung führte Franz Lipp, ein Landschaftsarchitekt ebenfalls aus Chicago aus. Die ganze Anlage strahlt Ruhe und Erhabenheit aus. Und die aufwendige Pflege bis ins Detail fällt immer wieder auf.  

Interessant auch, das Henri-Chapelle der einzige amerikanische Soldatenfriedhof ist, auf dem 3 Brüder nebeneinander bestattet sind, die Tester-Brothers.

So schön diese Anlage auch ist, man darf nicht daran denken, was die hier bestatteten Soldaten durchgemacht haben. Wenn man sich nur die Daten auf den schlichten weißen Kreuzen ansieht: Viele sind eines schönen Lebens beraubt worden, mussten sehr früh sterben. Eigentlich sollten solche Stätten, die auch Mahnmal sind, regelmäßig von hohen Entscheidungsträgern verpflichtend besucht werden damit sich so etwas nie wiederholt. Die Gefallenen mahnen zum Frieden, damit ihr Tod wenigstens einen Sinn hatte.

Zurück fuhren wir „der Nase“ nach. Wir machten einen kleinen Umweg, fuhren aber weiter auf Nebenstraßen und Feldwegen zurück bis wir die Eisdiele in Raeren erreichten, wo wir uns eine kleine Erfrischung einwarfen. Danach fuhren wir geschlossen bis Lammersdorf, wo wir uns trennten und Vennbahnracerin 1 über Fringshaus wieder zurück nach Roetgen fuhr.

Schöne Tour, mal wieder.

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