Wie alles begann …

Didi hatte sein Rädchen sehr lange nicht mehr angepackt. Nach seiner Zeit als Amateurradrennfahrer wollte er von den Strapazen der Rennen und des Trainings nichts mehr wissen.

Doch 2011 klingelte es. Er verfolgte mit großem Interesse die Fertigstellung der Vennbahntrasse, die quasi vor seiner Haustüre vorbeiläuft. Dort wo früher die Vennbahn über die Schienen hobelte, wurden die Schienenanlagen zum größten Teil abgerissen und es entstand mit einer Teerschicht, die man nicht auf öffentlichen Straßen findet, der Ravelweg bzw. die Vennbahntrasse.

In Didis Oberstübchen reifte die Idee, die Vennbahntrasse mit einem Drahtesel abzufahren. Er besann sich auf seine Zeit als Radrennfahrer. Schnell war die Entscheidung getroffen, beim Hein ein neues Rennrad zu bestellen. Von da an ging es Schlag auf Schlag. Der erste Vennbahnracer war geboren. Didi racte über die Vennbahntrasse rauf und runter, jeder Hirsch, jeder Elch und jeder Bär grüßte persönlich wenn er vorbausauste.

 

Er ging sogar soweit, Abschnitte der Trasse die noch nicht ganz fertiggestellt waren, zu befahren. Sein Hobel machte alles anstandslos mit. Aber und das war die wichtigste Erkenntnis: Er war süchtig und abhängig vom Ravelweg. Bis heute ist noch kein geeignetes Gegenmittel gefunden.

Irgendwann nutzte er die Trasse um nach Belgien rein zu fahren, aus dem neugierigen Befahren der Vennbahntrasse wurden komplette Rundtouren durch Belgien. Dabei waren 12000 gefahrene Kilometer im Jahr keine Seltenheit.

Zur gleichen Zeit machte sich ein Eifelbauer (Udo) Gedanken, wie er die Plautze wegbekommen könnte. Er hatte noch ein altes Rennrad in der Garage hängen, welches aber übersetzungsmässig komplett veraltet war. Der Hobel wird im Jahr 2017 25 Jahre alt, also ein Oldtimer der immer noch funktioniert. Der Eifelbauer Udo fasste den Entschluss, sich bei Radsport Lenzen ein neues Rennrad aufbauen zu lassen. Das ist der von uns bevorzugte Radsportladen in Aachen. So entstand das zweite Rennmaschinchen und wurde in der Eifel eingefahren.

Leider jedoch kam irgendwann die Ernüchterung: Der Eifelbauer fühlte sich einsam und suchte einen Radsportkollegen. Da besann sich der Eifelbauer und dachte an die Unterhaltung mit Didi vor einem Baumarkt, wo man sich vor ca. 2 Jahren zufällig getroffen hatte. Didi hatte damals gesagt: „Wenn du willst, können wir mal ein Ründchen zusammen drehen!“ Also schrieb der Eifelbauer eine Mail an Didi und fragte für eine gemeinsame Tour an. Zunächst kam keine Antwort. Nach ca. einer Woche lag die Antwort im Briefkasten des Eifelbauers: Didi schrieb: „Ich konnte nicht früher antworten, weil ich mit dem Hobel permanent auf der Trasse unterwegs bin. Wir können es ja mal gemeinsam versuchen.“

So fuhr Didi und der Eifelbauer die erste Tour von Konzen nach Weywertz auf dem Vennbahnweg hin und zurück. Es war die Mutter aller gemeinsamen Vennbahntouren.

Aus einer Tour wurden immer mehr – und ja – der 2. Vennbahnracer war am Start. Dazu gesellte sich im Jahr 2016 der dritte Vennbahnracer – Leo – der nach einem vernünftigen sportlichen Ausgleich suchte und ihn bei uns fand.

Im Winter 2017 fuhr der Eifelbauer mit dem Mini-Eifelbauer auf der Vennbahntrasse bis Gut Reichenstein und zurück – mit dem Mountain-Bike.

Das muss dem Mini-Eifelbauer so gut gefallen haben dass er wieder fahren wollte. So ging die nächste Tour mit dem Mountain-Bike bis Sourbrodt und zurück. Jetzt war auch er angefixt vom Ravelweg und wollte mehr: Er wollte ein Rennrad.

So bekam er im Mai 2017 ein 26 Zoll Rennrad und fuhr die ersten Touren (67 und 85 km) ohne Probleme mit – Vennbahnracer 4 war geboren. Fortsetzung folgt …

Davids Hobel

 

So donnerten die Vennbahnracer über den Ravelweg – rauf und runter, es folgten selbst gestrickte Rundkurse durch Belgien, dabei war der Vennbahnweg immer einbezogen. Die Königstour wurde schon zweimal bestritten: Von Konzen bis zur luxemburgischen Grenze (Troisvierges). Diese knapp 180 km lange Tour fuhren wir an einem Tag. Einmal sogar schweiften die Vennbahnracer in die Ferne: Von Daun aus beracten wir den Mosel-Maar-Radweg und gurkten an der Mosel vorbei um anschließend wieder in Daun vom Hobel abzusteigen.

Davon abgesehen, das Didi mit seinen berühmten Videos dem Ravelweg ein Denkmal gesetzt hat, wurden bei den letzten Touren immer wieder Fotos und Videos gemacht, die Streckenauswertung und Streckenführung wurde untereinander ausgetauscht.

Eines Nachts hatte der Eifelbauer die Idee, die Touren auf einer Webseite zu dokumentieren. Dabei sollten Bilder, Videos und auch die Strecke selbst auf der Webseite eingesehen werden können. So entstand unsere Webseite

www.vennbahnracer.de.

Wir hoffen, das jeder Besucher und jede Besucherin unserer Seite merkt, wie viel Spaß wir bei den Touren haben. Wir sind froh und dankbar, die Vennbahntrasse in unserer Nähe zu haben. Das bedeutet auch: Raus aus dem Verkehr, keine hupenden Autos. Da sind wir im benachbarten Belgien besser aufgehoben, ist Belgien doch eine Radsportnation. Als (Renn)radfahrer ist man auf dortigen Straßen besser und auch höher angesehen. Auch wollen wir demnächst Touren in die Niederlande machen. Auch hier ist alles besser, da die Niederländer auch Radsportfans sind.

Allen Besucher und Besucherinnen wünschen wir viel Spaß auf unserer Internetpräsenz die ständig erweitert wird. Kommentare sind selbstverständlich auch gerne gelesen ;-).

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